Alexis Galmot

Geboren 1962 in Paris, genau gegenüber einem Gefängnis und einer psychiatrischen Heilanstalt.
Heute lebt er in Südfrankreich, in einem kleinen Ort in den Bergen nahe Arles. Diese Landschaft hat Van Gogh gemalt, bevor er sich das Ohr abgeschnitten hat. Warum das so bedeutsam ist? Das müsst ihr Alexis Galmot selbst fragen.
Nach seinem Literaturstudium war Alexis Galmot zunächst als Lehrer, dann als Übersetzer und seit 1990 vor allem als Drehbuchautor für Filmkomödien tätig.

Wann haben Sie begonnen Bücher zu schreiben?
Spät. Ich bin von Beruf Drehbuchautor, kein Autor.

Wie hieß Ihr erstes Buch?
La Boulangerie de la rue des dimanches. (Die Bäckerei in der Sonntagsgasse)

Wie heißt Ihr neues Buch und worum geht es darin?
La Boulangerie de la rue des dimanches. Ich frage mich immer noch, worum es darin geht.

Was lieben Sie an dem Beruf des Schriftstellers?
Ich habe es mir ausgesucht, zu schreiben. Also fühle ich mich frei.

Was ist das Besondere daran, für Kinder und Jugendliche zu schreiben?
Die Zeichnungen. In Büchern für Erwachsene findet man sie nicht mehr.

Was machen Sie, wenn Sie mal gerade nicht schreiben?
Ich öffne die Kühlschranktür, ich fahre mit dem Rad durch die Berge, fotografiere, spiele Go, lese, ich stehe im Stau (und schwöre mir, dass es das letzte Mal ist), ich schneide meine Rosensträucher, höre Musik, spiele den Deppen, mache den Abwasch, schiebe den Einkaufswagen durch einen Supermarkt (und schwöre, dass es das letzte Mal ist), ich koche, tausche die Dichtungen am Wasserhahn aus, träume davon, in Schottland zu leben, repariere den Computer meines Nachbarn, finde endlich die im Schrank versteckte Schokolade, beobachte das Verhalten meiner Katze, ich verschlinge die ganze Schokolade, die (schlecht) im Schrank versteckt war, spiele Mah-Jong, ich nehme meine Lieben in den Arm, ich schließe die Kühlschranktür.