Benjamin Renner

Geboren 1983. Er ist Cartoonist, Comiczeichner und Filmemacher. Er lernte das Comiczeichnen an der école européene die l’image in Angoulême und studierte anschließend an der Animationsschule La Poudrière in Valence. 2014 war sein Animationsfilm Ernest&Célestine für den Oscar in der Kategorie Bester animierter Spielfilm nominiert. 2013 hatte dieser Film in Frankreich schon einen César gewonnen. 2015 schrieb Benjamin Renner den Comic Le Grand Méchant Renard (Der große böse Fuchs), der in Frankreich ein großer Erfolg ist und bald in deutscher Übersetzung vorliegen soll.

Wann haben Sie begonnen zu zeichnen?

Ich glaube, ich habe schon sehr früh angefangen zu zeichnen. Ich erinnere mich, dass ich meinen ersten Comic mit ungefähr 6 Jahren zeichnete. Der Held der Geschichte war der Roboter R2D2 aus Star Wars (auch wenn ich damals den Film noch nicht gesehen hatte).

Wie hieß Ihr erstes Buch?

Mein erstes gedrucktes Buch hieß « Un Bébé à livrer“ und ist 2011 erschienen. Mein erstes nicht gedrucktes Buch hieß „Insect Town“. Ich habe es in der Schule erstellt und es ging um einen Krimi in einer Stadt der Insekten (es war sehr schlecht…)

Wie heißt Ihr neues Buch und worum geht es darin?

Es heißt « Le Grand Méchant Renard » (etwa : Der große böse Fuchs) und erzählt die Geschichte von einem Fuchs, der keine Hühner fressen kann, weil sie keine Angst vor ihm haben. Da beschließt er, ihnen die Eier zu stehlen und hofft, dass er dann die kleinen Küken fressen kann. Doch als die Kleinen schlüpfen, halten sie den Fuchs für ihre Mutter.

Was lieben Sie an dem Beruf des Comiczeichners?

Das Zeichnen war für mich immer eine sprachliche Ausdrucksform. Für mich ist es eine Spielart der Kommunikation, des Austausches.

Was ist das Besondere daran, für Kinder Jugendliche zu zeichnen?

Ich gehe von dem Grundsatz aus, dass meine Bücher sich an alle Altersklassen richten, d.h. dass sie weder speziell für Erwachsene oder ausschließlich für Kinder sind. Entweder sind es Kinderbücher, die von Erwachsenen gelesen werden, oder umgekehrt.

Was machen Sie, wenn Sie mal gerade nicht zeichnen?

Ich gehe viel spazieren, gehe ins Kino, ruhe mich aus …