Luc Blanvillain

(c) Bruno Klein

Geboren am 7. November 1967 in Poitiers/Frankreich.
Er hat Literaturwissenschaft studiert und unterrichtet Französisch an einer Schule in Lannion (Bretagne). Er ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Familie in Morlaix, in der Bretagne.

Wann haben Sie begonnen Bücher zu schreiben?
Ich habe immer schon Geschichten geschrieben, schon als Kind. Aber veröffentlicht habe ich meine Bücher erst spät, ab 2008.

Wie hieß Ihr erstes Buch?
Es hieß Olaf chez les Langre  (Olaf bei der Familie Langre) und ist in einem ganz kleinen französischen Verlag erschienen.

Wie heißt Ihr neues Buch und worum geht es darin?
Mein neuer Roman heißt Le Monde selon Walden, 8 millions de Followers (Waldens Welt, 8 Millionen Followers). Es geht um einen ziemlich schrulligen Gymnasiasten (er näht seine Kleidung selbst, züchtet Axolotls, das sind mexikanische Schwanzlurche, singt Opernarien in der Schule, wenn man ihn ärgert). Er ist damit sehr glücklich, bis zu dem Tag, an dem man ihn filmt und die Bilder ins Internet stellt. Gegen seinen Willen wird er zum Schwarm der sozialen Netze, und alle Jugendlichen wollen so sein wie er. So fragt er sich, wie er seine Berühmtheit dazu verwenden kann, zur Weltrettung beizutragen. Das Buch ist ein Märchen über soziale Netzwerke, aber auch eine Geschichte über Umwelt, Beziehungen zu anderen, Freundschaft, …

Was lieben Sie an dem Beruf des Schriftstellers?
Alles, was mit dieser Arbeit zu tun hat (die nicht wirklich ein Beruf ist), begeistert mich. Sich Geschichten auszudenken, wie ein Kind, mit dem Vergnügen zu sehen, wohin mich die Geschichten führen, Zeit damit zu verbringen, an den Sätzen zu feilen, mich mit dem Verleger auszutauschen, um den Text zu verbessern, Leser zu treffen. Das ist eine unerschöpfliche Quelle schöner Momente.

Was ist das Besondere daran, für Kinder und Jugendliche zu schreiben?
Neben meiner schriftstellerischen Arbeit bin ich Französischlehrer an einem Gymnasium und Familienvater. Ich habe das Gefühl, der jungen Generation viel zu sagen zu haben. Nicht um ihnen eine Moralpredigt zu halten, sondern um mit ihnen über die Bücher ins Gespräch zu kommen. Für mich ist das auch eine Art, meine eigene Kindheit und meine Jugend, die viel zu schnell vorbei waren, noch einmal zu durchleben. Das Schreiben für junge Menschen gibt mir viel Freiheit und Fantasie. Ich erlebe das Kind in mir noch einmal und ich lasse es erzählen.

Was machen Sie, wenn Sie mal gerade nicht schreiben?
Ich lese. Ich zeichne. Ich korrigiere Texte. Ich verbringe Zeit mit meiner Familie. Ich denke darüber nach, was ich schreiben soll.