Fatinha Ramos

Geboren geboren 1977
Sie lebt als Illustratorin und bildende Künstlerin in Antwerpen, stammt aber ursprünglich aus Portugal. Nach ihrem Studienabschluss als Grafikerin in Porto zog sie nach Belgien. Zwölf Jahre später, nachdem sie als Art-Direktorin in der Werbung gearbeitet hatte, beendete sie diese Karriere und verwirklichte einen alten Traum: Sie wollte ausschließlich als Illustratorin und vor allem an unterschiedlichen künstlerischen Projekten arbeiten.

Aufgeschlossen und voller kreativer Ideen bricht Fatinha Ramos mit allen klassischen Konventionen und vermeidet die gefährlichen Fallstricke von Klischees. Stattdessen nimmt sie uns mit auf eine Reise durch ihre poetische, imaginäre Welt der einzigartigen Texturen und reichen Farbpaletten. Ihre starken konzeptuellen Illustrationen und ihre surrealen Kompositionen schaffen ein emotionales, faszinierendes und einzigartiges Universum.

Ihre Arbeit wurde international ausgezeichnet. U.a. erhielt sie 2017 den Global Illsutration Award (GIA) der Frankfurter Buchmesse für ihr Buch „Sonia Delaunay und ihre Farben“, von der Society of Illustrators NY, Creative Quarterly, 3x3 (Zeitschrift für zeitgenössische Illustration), Kommunikationskunst, Global Illustration Award, Nami Concours ...

 
Wann haben Sie begonnen zu zeichnen?
Als ich klein war, wie jedes Kind. Die meisten Kinder hören mit dem Zeichnen auf, wenn sie beginnen zu schreiben und Zweifel und Ängste bekommen. In meinem Fall war es das Gegenteil, ich habe die ganze Zeit wie besessen gemalt, so als würde ich das Zeichnen zum Überleben brauchen.

Welches war Ihr erstes Buch und wovon handelte es?
Mein erstes illustriertes Buch war „The Tale of The Unknown Island“ des portugiesischen Romanautors und Literaturnobelpreisträgers José Saramago aus dem Verlag Porto Editora. Es ist die Geschichte eines Mannes, der ein Boot haben möchte, um zu der unbekannten Insel zu gelangen. Er ist der einzige, der glaubt, dass diese unbekannte Insel existiert. Im Grunde ist es die Geschichte eines jeden, der gegen die Konventionen kämpft, um seine Träume nicht aufzugeben.

Welches ist Ihr letztes Buch und welches Ihr erfolgreichstes?
„A bird in my hair“ von Karls Van den Broeck, veröffentlicht bei Davidsfonds ist das jüngste Buch. Ich weiß immer noch nicht, welches mein erfolgreichstes Buch ist, aber ich weiß, dass „I am lots of love“ von Wally de Doncker (Präsident des IBBY), ebenfalls veröffentlicht bei Davidsfonds, mittlerweile in der 2. Aufl. ist. Ich weiß auch, dass „Sonia Delaunay und ihre Farben“, veröffentlicht bei MoMA, inzwischen in verschiedenen Sprachen erschienen und sehr erfolgreich ist.

Worauf sind Sie stolz in Ihrem Leben?
Darauf, mich zu 100 % für das Illustrieren und die Kunst entschieden zu haben. Ich nehme alle Risiken der künstlerischen Freiberuflichkeit auf mich, weil es die einzige Möglichkeit ist, die Dinge, die ich liebe, zu tun, bzw. das zu tun, wozu ich auf der Welt bin.

Illustrieren Sie gerne für Kinder oder junge Menschen?
Kinder sind unsere Zukunft. Die Tatsache, dass ich durch eine Geschichte oder meine Zeichnungen Einfluss auf ihr Leben haben könnte, bedeutet, eine riesige Verantwortung zu haben. Denn es bedeutet ja auch, dass ich damit die Zukunft beeinflussen kann.

Was machen Sie, wenn Sie nicht zeichnen?
Ich bin mit meinen Freunden und meiner Familie zusammen, ich gehe häufig in Ausstellungen und Konzerte bzw. besuche andere Kulturevents. Ich reise auch gerne und oft, um offen für Inspirationen zu bleiben.