Rose Lagercrantz

Rose Lagercrantz wurde 1947 in Stockholm geboren. Bevor sie begann, Kinderbücher zu schreiben, leitete sie ein Kindertheater und arbeitete als Journalistin für Rundfunk und Fernsehen. Ihr erstes Kinderbuch Tullesommar publizierte sie 1973. Für den ersten Band der Kinderbuch-Reihe über das Mädchen Dunne Mitt lyckliga liv (dt. „Mein glückliches Leben“, 2012) war sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und wurde mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde Rose Lagercrantz mit der Nils-Holgersson-Plakette und dem Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet. Aufgrund ihrer Familiengeschichte – ihre Eltern überlebten den Holocaust – ist dies immer wieder auch Thema ihrer Bücher. Große Bekanntheit erlangte sie mit Flickan som inte ville kyssas (1995; dt. „Das Mädchen, das nicht küssen wollte“, 1996), in dem sie die Lebensgeschichte ihres eigenen Vaters aufgreift, der 1938 mit einem gefälschten Visum nach Schweden fliehen konnte. Für dieses Buch wurde sie mit dem August-Preis, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis ausgezeichnet. Auch ihr aktuelles Kinderbuch Två av allt (dt. „Zwei von jedem“), das 2020 in Schweden anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Ausschwitz erschien, erzählt vom Holocaust und den oft verschwiegenen Familiengeheimnissen.