Cherie Dimaline

Cherie Dimaline, geboren 1975, ist ein Mitglied der Georgian-Bay-Métis Gemeinschaft, eine indigene Volksgruppe in Ontario/Kanada. In ihrer Kindheit lauschte sie oft den Geschichten ihrer Großmutter, die diese auf Englisch und in der Stammessprache Michif erzählte. Diese Geschichten und Legenden ihres Stammes, die Auseinandersetzung mit der eigenen indigenen Herkunft bzw. mit dem Schicksal ihrer Gemeinschaft sind häufig die Quelle für Cherie Dimalines Schreiben. Sie gehört zu den erfolgreichsten indigenen Autor*innen Kanadas und hat bislang fünf Romane veröffentlicht. Cherie Dimaline wurde 2014 bei den Ontario Premier Awards zur herausragenden Künstlerin des Jahres gewählt und wurde die erste indigene Autorin in der Toronto Public Library. Ihr Jugendroman The Marrow Thieves/Die Traumdiebe (dt. bei Heyne >fliegt) schoss bei seiner Veröffentlichung 2017 an die Spitze der kanadischen und amerikanischen Bestsellerlisten und blieb dort mehr als ein Jahr. Er wurde mit dem Governor General’s Literaturpreis, dem Kirkus-Preis in der Kategorie Jugendliteratur und dem Burt Award for First Nations, Métis und Inuit Literatur ausgezeichnet. 2018 war der Roman der Publikumsrenner bei Canada Reads und Buch des Jahres auf zahlreichen Listen, darunter des National Public Radio und der New York Public Library. Ihr neuestes Buch Empire of Wild wurde sofort zum nationalen Bestseller. Cherie Dimaline lebt in Vancouver, wo sie bereits an der Fortsetzung von The Marrow Thieves arbeitet. Außerdem bereitet sie eine Fernsehadaption des Buches vor.

Buchtipp:
Die Traumdiebe
Aus dem kanadischen Englisch von Stefanie Frida Lemke
© 2020, Random House/Heyne >fliegt, München
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